Dr. Susanne Schmall
 

„Klimaneutrales Wirtschaften für das Gemeinwohl und eine artenreiche Natur!“
 
P1220077 (2).jpg

Hallo Radolfshausen, Gleichen, Gieboldehausen und der ganze Landkreis! Ich bin Susanne Schmall undkandidierefür den Kreistag. 

Die Kommunalwahl im September ist ausschlaggebend für den Klimaschutzund für den Zusammenhalt in der Gesellschaftin und nach Corona-Zeiten. Wir auf dem Land leben zwar im „Grünen“, aber nicht automatisch grün und nachhaltig. Dabei können wir besonders viel zum Klimaschutz beitragen, durch Windräder, Photovoltaik und Solarthermie auf den Dächern und Wärmepumpen an den Häuser, Sanierungen im Dorfkern und nachhaltigen Hausbau. 

Als ich vor über 20 Jahren mit drei Kindern aus der Stadt in das Kindheitsdorf meines Mannes zog, fürchtete ich, von allem abgehängt zu sein. Inzwischen fühlt es sich wie der Mittelpunkt der Welt an, wozu jedoch Mobilität wichtig ist. Wir brauchen sichere Fahrradwegeund gute und günstige Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Meine Vision ist zudem, dass wir alle weniger, sicherer, sauberer, leiser und CO2-frei Auto fahren. Ersetzt die alten Verbrenner mit e-Autosund ladet sie aus der eigenen Steckdose mit Solarstrom vom Dach oder bei Euren Arbeitgeber*innenauf! Hierfür brauchen wir Beratung, an geeigneten Stellen Förderung und pfiffige Ideen für Car-Sharing, kleine e-Busse des ÖPNV oder was noch?

Landleben ist attraktiver denn je, das hat uns die Corona-Krise noch einmal gezeigt. Ich möchte, dass junge Familien das erkennen und zu uns ziehen, weil sie gute Betreuungs-, Schul- und Freizeitangebotebei uns finden, sich im Home Office digital gut vernetzen können oder eigene Unternehmen auf dem Land gründen. Ich wünsche mir, das alte Menschen bleiben, weil sie attraktive Einkaufsmöglichkeiten, regionale Lieferangebote, Transporthilfen, Begegnungsmöglichkeiten und betreutes Wohnen wahrnehmen können.

 

Es ist die Zeit, aufzubrechen in ein nachhaltige Leben mit Unternehmen, die nach Gemeinwohl streben und Lust auf gesunde, Umwelt- und Klimafreundliche Produkte machen. Im Gespräch mit Landwirt*innen wollen wir schrittweise weniger Pestizideinsatz, mehr Artenschutz und mehr Tierwohl hin zum Ökolandbauerreichen. Ich setze mich dafür ein, dass unsere Kommunen Unternehmen stärken, die sich aus Überzeugung nach Gemeinwohlkriterien wie Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung zertifizieren lassen. Sie sollten bevorzugt bei Einkaufs- und Auftragsvergabe, bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungenberücksichtigt werden. Meine Vision ist es, dass wir uns erleichtert von Klima- und umweltschädigenden Produkten entwöhnen, weil es gute Alternativen gibt.

Erfreut Euch an unserem bunten und vielfältigen Landkreis, in dem sich viele, auch meine Familie, für andere eingesetzt haben, die in Not geraten und geflohen sind. Wir können im Austausch mit anderen Dörfern im Landkreis voneinander lernen und auch von anderen Regionen in Deutschland und der Welt.

Ich freue mich auf Eure Zustimmung am 12. September!               Susanne Schmall

Mein Leserbrief om 26.07.2021 im Göttinger Tagebllatt
board-1815980_1920.jpg
Schmall Leserbrief GT 26.07_edited.jpg

Die Regionalgruppe der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) Göttingen lud am 20.Juli 2021 in die Uni Göttingen ein:

Mit der parlamentarischen Verabschiedung des Lieferketten-Sorgfaltspflichten-Gesetz (LKSG) vom 11. Juni 2021 soll sich der Schutz der Menschenrechte in globalen Lieferketten verbessern. Das ursprünglich angestrebte Gesetz sah die Haftung deutscher Unternehmen vor. Die verabschiedete Form ist abgeschwächt und gilt nur für Unternehmen ab 3.000 MA (2024 ab 1.000 MA). In der Wirtschaft gehen die Meinungen über dieses Gesetz weit auseinander. Ist das neue Gesetz nur eine weitere Belastung für Unternehmen oder kann es Entwicklungen zum Besseren in Gang setzen?

Welche juristischen Anforderungen, Überprüfungen, Chancen und Risiken jetzt zu erwarten sind, dass erörterten die Teilnehmenden zusammen mit:


- Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos. Professor für Straf- und Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung, internationales Strafrecht und Völkerrecht, Univ. Göttingen. 
- Prof. Dr. Rüdiger Krause. Professor für Bürgerliches Recht und Arbeitsrecht, Geschäftsführender Direktor und Vorsitzender des Vorstands des Deutsch-Chinesischen Instituts für Rechtswissenschaft, Univ. Göttingen.

- Maren Leifker. Lieferketten-Initiative, Referentin Wirtschaft und Menschenrechte für Brot für die Welt, zugeschaltet aus Berlin.
- Moderation: Annabel Konermann, Dipl. Volkswirtin, Gemeinwohl-Ökonomie Göttingen.

 

https://web.ecogood.org/de/goettingen/

GWÖ-Podiumsdiskussion zum Lieferkettengesetz.png

Tu Du´s! Vom Lassen zum Tun in der Klimakrise

Susanne Schmall (Autorin), Johanna Hensler (Illustration)

ISBN: 9783754151532

104 Seiten, DIN A4 

Erscheinungsdatum: 12.08.2021

 

Das Buch könnt Ihr überall im Buchhandel oder am besten direkt bei epubli bestellen: https://www.epubli.de/shop/buch/Tu-Dus-Susanne-Schmall-Johanna-Hensler-9783754151532/116871

In Teil I dieses Ratgebers stelle ich in einer 360o-Schau „Klimaschutz-Tipps (Tu Du´s)“ mit vier Themen vor: 1. Energie sparen und erneuerbare Energien nutzen, 2. Klimafreundlich konsumieren, 3. Klimafreundlich ernähren und 4. Klimaschutz fordern und fördern. Nicht alle Klimaschutz-Tipps sind für alle möglich oder attraktiv. Ihr alleine wählt aus, wie aufwändig diese Tu Du´s für Euch persönlich sind und welche relative Wirkung sie auf den Klimaschutz haben. Tragt in die „blauen Sonne“ als Überblick ein, was Ihr bereits tut und was Ihr tun wollt. So setzt Ihr Jahr für Jahr Neues um und bleibt dabei. 

In Teil II „Motivation finden und behalten“ findet Ihr Inspiration und Anregungen, wie Ihr klassischen Motivations-Killern aus dem Wege gehen könnt. Die Anleitung vom Lassen zum Tun in der Klimakrise mit der „Blauen Sonne“ ist für die eigene Umsetzung im privaten und öffentlichen Leben als auch als Material für Gruppenkurse geeignet.

Mobilität auf dem Land 

Wie kommen wir mitten auf dem Land weg von Verbrenner-Motoren hin zu mehr Klimaschutz? Mit weniger Autos, die seltener fahren. Dringend ist die Umstellung auf e-Autos, die wir mit Ökostrom laden, am besten aus der eigenen Photovoltaikanlage. Kauft keine neuen Verbrenner oder Hybrid-Fahrzeuge mehr! 

 

Was kann der Landkreis tun?

  • Schnellladestationen im Landkreis fördern für e-Autos und e-Bykes,

  • Ein sicheres Radwegenetzes ausbauen,

  • Sich für niedrigere Preise, bessere Taktung und Verbindungen im ÖPNV einsetzen.